Das Problem
Kleinstädte wie Pegnitz konkurrieren mit Großräumen um Kaufkraft, Fachkräfte und junge Familien. Leerstand in der Innenstadt, ein wandelnder Einzelhandel und der demografische Druck auf Schule und Soziales lassen sich nicht aus dem laufenden Haushalt allein stemmen. Ohne ein anerkanntes Planungskonzept bleibt die Stadt zudem von vielen Förderprogrammen ausgeschlossen — diese setzen ein ISEK als Eintrittskarte voraus.
Warum es zählt
Das ISEK ist kein Selbstzweck: Es ist die rechtliche und planerische Voraussetzung, um Mittel aus der Städtebauförderung von Bund und Freistaat Bayern abzurufen. Was hier steht, entscheidet mit darüber, welche Projekte überhaupt förderfähig werden — und damit, welche Vorhaben Pegnitz sich leisten kann.
Was jetzt möglich wird
Mit dem 2017 beschlossenen ISEK Pegnitz 2030 liegt der Masterplan vor. Der Freistaat hat das Städtebauförderprogramm in Bayern für 2025 fortgeschrieben, und mit LANDSTADT Bayern besteht ein eigener Förder- und Modellaufruf für kleinere Städte und Gemeinden. Pegnitz kann seine ISEK-Maßnahmen damit Schritt für Schritt zur Förderung anmelden — die Reihenfolge und Priorität bleibt eine Entscheidung des Stadtrats.
Lösung
Pegnitz nutzt das 2017 beschlossene ISEK als anerkannte Eintrittskarte in die Städtebauförderung von Bund und Freistaat. Aus den acht Handlungsfeldern und den Einzelmaßnahmen in Teil D wählt der Stadtrat die Vorhaben aus, die als Nächstes zur Förderung angemeldet werden. Die offenen Förderschienen — das fortgeschriebene Städtebauförderprogramm Bayern 2025 und der LANDSTADT-Bayern-Aufruf 2025–2027 — geben dafür Schritt für Schritt den finanziellen Rahmen vor. Welche Maßnahme zuerst kommt, bleibt eine Entscheidung des Rats.
Zahlen & Belege
Beschlossen vom Stadtrat, dokumentiert in Teil D.
QuelleDer Plan
Der Weg ist im ISEK selbst angelegt: acht Handlungsfelder (Demografie & Schule, Heimatpflege & Vereine, Verkehr & Mobilität, Freizeit/Tourismus/Kultur, Umwelt & Energie, Einzelhandel & Gastronomie, Wirtschaft & Fachkräfte, Wohnen & Ortsteile) bündeln die konkreten Maßnahmen aus Teil D. Aus diesen Maßnahmen wählt der Stadtrat die Vorhaben, die als Nächstes zur Förderung angemeldet und umgesetzt werden.
Meilensteine
ISEK Pegnitz 2030 beschlossen
Zustimmung des Stadtrats am 26.04.2017 — Horizont 15–20 Jahre (Quelle: pegnitz.de/stadtentwicklung/isek.html).
Maßnahmenkatalog Teil D liegt vor
Die konkreten Einzelmaßnahmen sind in Teil D des ISEK dokumentiert (Quelle: teil-d-massnahmenbeschreibungen.pdf).
Förderwege geöffnet
Städtebauförderprogramm Bayern 2025 fortgeschrieben; LANDSTADT-Bayern-Aufruf 2025–2027 offen.
Umsetzungsschritte
- 1
Maßnahme priorisieren
Der Stadtrat wählt aus dem ISEK-Katalog die als Nächstes umzusetzende Maßnahme.
- 2
Förderfähigkeit prüfen
Abgleich der Maßnahme mit den Voraussetzungen des passenden Programms (Städtebauförderung / LANDSTADT).
- 3
Antrag stellen
Förderantrag über die zuständige Regierung von Oberfranken einreichen.
- 4
Umsetzen & belegen
Maßnahme umsetzen, Mittelverwendung dokumentieren, Wirkung im nächsten Briefing transparent machen.
Ziele
Förderfähigkeit der Stadt sichern
Das beschlossene ISEK als Voraussetzung für Mittel der Städtebauförderung von Bund und Freistaat nutzbar halten.
Maßnahmen aus Teil D priorisiert sichtbar machen
Den Maßnahmenkatalog Teil D im Stadtrat als priorisierte Liste aufbereiten, damit die nächsten Vorhaben klar sind.
Offene Förderschienen rechtzeitig nutzen
Geeignete ISEK-Maßnahmen an Städtebauförderung 2025 oder LANDSTADT 2025–2027 anmelden, solange die Aufrufe offen sind.
Innenstadt und Ortsteile stärken
Die im ISEK gebündelten Vorhaben so umsetzen, dass Innenstadt und Ortsteile gemeinsam profitieren.
Förderwege
Erste Schritte
- 1Den ISEK-Maßnahmenkatalog (Teil D) im Stadtrat als priorisierte Liste sichtbar machen.
- 2Für die oberste Priorität die passende Förderschiene benennen (Städtebauförderung oder LANDSTADT).
- 3Den Antragsweg über die Regierung von Oberfranken klären und einen Zeitplan beschließen.
SWOT
- Beschlossenes ISEK 2030 als anerkannte Förder-Grundlage
- Dokumentierter Maßnahmenkatalog (Teil D)
- Offene Förderschienen (Städtebauförderung 2025, LANDSTADT 2025–2027)
- Stärkung von Innenstadt und Ortsteilen
- Eigenanteil belastet den kommunalen Haushalt
- Umsetzung erstreckt sich über viele Jahre
- Förderprogramme sind befristet und an Fristen gebunden
- Konkurrenz anderer Kommunen um dieselben Mittel
Anwendungsfälle
Eine Maßnahme zur Förderung anmelden
Greift auf einen beschlossenen, belegten Maßnahmenkatalog zurück.
Förderfähigkeit prüfen
Maßnahme und Programm-Voraussetzung liegen verlinkt nebeneinander.
Verstehen, woran die Stadt arbeitet
Jede Maßnahme ist zur amtlichen Quelle nachvollziehbar.
Andere Städte & Programme
LANDSTADT Bayern (Modellprogramm)
Förder- und Modellprogramm des Freistaats für kleinere Städte und Gemeinden; offener Projektaufruf 2025–2027, an dem sich Kommunen wie Pegnitz beteiligen können.
Quelle öffnen
Wirtschaftlichkeit & Szenarien
Die Maßnahmen werden nicht aus dem laufenden Haushalt allein getragen: Die Städtebauförderung von Bund und Freistaat sowie LANDSTADT Bayern tragen einen Förderanteil; der kommunale Eigenanteil bleibt projektabhängig und wird je Maßnahme im Stadtrat beschlossen. Konkrete Förderquoten und Summen werden hier erst genannt, wenn sie aus einem Förderbescheid belegbar sind.
Positionierung
Pegnitz positioniert sich als Stadt, die ihre Entwicklung planerisch fundiert und förderfähig aufstellt — nicht reaktiv, sondern entlang eines beschlossenen Konzepts.
Kommunikation
Transparenz ist die Kommunikation: Jeder Förderschritt — beantragt, bewilligt, umgesetzt — wird mit Quelle sichtbar gemacht, damit Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, wofür Mittel fließen.
Risiken
- Förderfristen können verstreichen, bevor eine Maßnahme antragsreif ist.
- Ohne Priorisierung verteilt sich der Aufwand auf zu viele Vorhaben gleichzeitig.
Wie Ziggy OS hilft
Ziggy OS hält die ISEK-Handlungsfelder und -Maßnahmen als verknüpfte Knoten in der Stadt-INTELLIGENCE — jede Maßnahme mit ihrer Quelle. So bleibt nachvollziehbar, welche Maßnahme zu welchem Handlungsfeld gehört und worauf sie sich belegt stützt.
Wie pegnitz.city hilft
pegnitz.city macht das ISEK lesbar: Es verlinkt jede Maßnahme zurück zur amtlichen Quelle, zeigt den Beschlussstand und stellt die offenen Förderwege neben die Maßnahmen. Es informiert — die Auswahl und der Beschluss bleiben beim Stadtrat.
Was es für die Menschen bringt
Ein gut umgesetztes ISEK heißt im Alltag: lebendigere Innenstadt, bessere Wege, gepflegte Ortsteile, Angebote für Familien. Dieses Briefing macht sichtbar, welche dieser Schritte beschlossen sind und welche noch Entscheidung und Förderung brauchen.