Das Problem
Wie in vielen bayerischen Kleinstädten verändert sich der stationäre Einzelhandel: Kaufkraft fließt in Großräume und ins Internet ab, Ladenflächen stehen leer, und die Frequenz in der Innenstadt sinkt. Konkrete Leerstandszahlen für Pegnitz nennt dieses Briefing bewusst nicht — sie liegen hier nicht quellenbelegt vor (Gesetz ① Echt: lieber offen lassen als schätzen). Das ISEK benennt das Thema als eigenes Handlungsfeld; das Stadtentwicklungskonzept zur Innenstadt war zudem Gegenstand der Stadtratsdebatte, in der eine Vorlage von der Tagesordnung genommen wurde (Quelle: Nordbayerischer Kurier).
Warum es zählt
Die Innenstadt ist Treffpunkt, Versorgung und Visitenkarte zugleich. Leerstand wirkt sich auf Nachbarbetriebe, Immobilienwerte und das Lebensgefühl aus. Weil das Thema im ISEK als Handlungsfeld 06 verankert ist und über das Modellprojekt LANDSTADT BESTAND ein geförderter Planungsweg offensteht, entscheidet sich hier mit, welche Vorhaben überhaupt förderfähig und umsetzbar werden.
Was jetzt möglich wird
Pegnitz wurde 2025 als eine von elf Kommunen in Bayern für das Modellprojekt LANDSTADT BESTAND des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr ausgewählt (Laufzeit 2025–2027). Das Projektgebiet liegt zwischen Badstraße und Bahnlinie und umfasst u. a. die K+P-/PEP-Flächen und das Bahnhofsumfeld; der Freistaat fördert die Planungsverfahren mit bis zu 80 % der förderfähigen Gesamtkosten. Am Dienstag, 07.07.2026 um 18:30 Uhr lädt die Stadt zur öffentlichen Bürgerwerkstatt in die Wiesweiherhalle. Parallel sind die Bayerische Städtebauförderung und weitere Förderschienen geöffnet.
Lösung
Das Thema ist im ISEK als Handlungsfeld 06 verankert; die Teil-D-Maßnahmen geben konkrete Hebel vor — etwa einen Ideenwettbewerb rund um das PEP-/K&P-Center (6.1), ein Möblierungskonzept für die historische Innenstadt (6.3), die verkehrsberuhigte Innenstadt (3.5) und die Anbindung Bahnhof–Innenstadt (3.12). Über das Modellprojekt LANDSTADT BESTAND läuft seit 2025 ein geförderter Planungsprozess für das Gebiet zwischen Badstraße und Bahnlinie, in den die öffentliche Bürgerwerkstatt am 07.07.2026 einbindet. Welche Maßnahme zuerst priorisiert und beschlossen wird, entscheidet der Stadtrat.
Zahlen & Belege
Modellprojekt des Bayerischen StMB; Pegnitz ausgewählt.
QuelleDer Plan
Der Rahmen ist im ISEK angelegt: Handlungsfeld 06 (Einzelhandel, Dienstleistung, Gastronomie & Innenstadt) bündelt das Thema, und Teil-D-Maßnahmen geben konkrete Hebel vor — etwa ein städtebaulicher Ideenwettbewerb rund um das PEP-/K&P-Center (Maßnahme 6.1), das Möblierungskonzept für die historische Innenstadt (6.3), die verkehrsberuhigte Innenstadt (3.5) und die Anbindung Bahnhof–Innenstadt (3.12). Das Modellprojekt LANDSTADT BESTAND zieht den geförderten Planungsprozess für das Bahnhofs-/Badstraßen-Gebiet hoch. Welche Maßnahme zuerst priorisiert und beschlossen wird, entscheidet der Stadtrat.
Meilensteine
Handlungsfeld 06 im ISEK verankert
Einzelhandel, Dienstleistung, Gastronomie & Innenstadt ist eines der acht ISEK-Handlungsfelder (Quelle: pegnitz.de/stadtentwicklung/isek.html; ISEK Teil D).
Pegnitz für LANDSTADT BESTAND ausgewählt
2025 als eine von elf Kommunen in Bayern ausgewählt; Projekt 'Transformations- und Zukunftscampus rund um den Bahnhof', Laufzeit 2025–2027 (Quelle: pegnitz.de; landstadt.bayern.de).
Bürgerwerkstatt terminiert
Öffentliche Bürgerwerkstatt zum Modellprojekt am Dienstag, 07.07.2026, 18:30 Uhr, Wiesweiherhalle (Quelle: pegnitz.de/stadtentwicklung/modellprojekt-landstadt-bestand.html).
Umsetzungsschritte
- 1
Bestand im Handlungsfeld 06 sichten
Die ISEK-Maßnahmen zur Innenstadt (6.1, 6.3, 3.5, 3.12) als priorisierbare Liste im Stadtrat sichtbar machen.
- 2
An der Bürgerwerkstatt teilnehmen
Die Bürgerwerkstatt am 07.07.2026 als Beteiligungsschritt im LANDSTADT-BESTAND-Prozess nutzen.
- 3
Förderschiene je Maßnahme zuordnen
Maßnahme mit der passenden Förderung abgleichen (LANDSTADT BESTAND für die Planung; Bayerische Städtebauförderung / LEADER für die Umsetzung).
- 4
Antragsweg über die Regierung von Oberfranken klären
Für Städtebauförderung ist die Regierung von Oberfranken (Sachgebiet 34) zuständig — Antrag und Zeitplan im Stadtrat beschließen.
Ziele
Innenstadt wieder belebter und mit weniger Leerstand
Die Frequenz in der Innenstadt stärken und Leerstand verringern — das Handlungsfeld 06 des ISEK in die Umsetzung bringen.
Geförderten Planungsprozess für das Bahnhofs-/Badstraßen-Gebiet abschließen
Das Modellprojekt LANDSTADT BESTAND (Laufzeit 2025–2027) für das Gebiet zwischen Badstraße und Bahnlinie zum Ergebnis führen.
Bürgerinnen und Bürger früh beteiligen
Die Bürgerwerkstatt am 07.07.2026 als echten Beteiligungsschritt im Planungsprozess nutzen.
Priorisierte Maßnahmen förderfähig machen
Für die Maßnahmen aus Handlungsfeld 06 (u. a. 6.1, 6.3, 3.5, 3.12) die passende Förderschiene benennen und den Antragsweg klären.
Förderwege
- LANDSTADT BESTAND — Modellprojekt Bayern 2025–2027 (Planungsverfahren bis zu 80 % gefördert)öffnen
- Stadt Pegnitz — Modellprojekt LANDSTADT BESTAND (Projektseite, Bürgerwerkstatt)öffnen
- Städtebauförderung in Bayern — Förderprogramme (Übersicht StMB)öffnen
- Bayerisches Städtebauförderungsprogramm (Detailseite StMB)öffnen
- LEADER — LAG Bayreuther Land (Pegnitz liegt im LAG-Gebiet)öffnen
Erste Schritte
- 1Die Innenstadt-Maßnahmen aus ISEK Handlungsfeld 06 (inkl. 6.1, 6.3, 3.5, 3.12) im Stadtrat als priorisierte Liste sichtbar machen.
- 2Die Bürgerwerkstatt am 07.07.2026 (18:30 Uhr, Wiesweiherhalle) als Beteiligungsschritt im LANDSTADT-BESTAND-Prozess nutzen.
- 3Für jede priorisierte Maßnahme die passende Förderschiene benennen und den Antragsweg über die Regierung von Oberfranken klären.
SWOT
- Innenstadt als eigenes ISEK-Handlungsfeld (06) mit konkreten Teil-D-Maßnahmen
- Pegnitz im Modellprojekt LANDSTADT BESTAND ausgewählt — geförderter Planungsweg
- Planungsverfahren mit bis zu 80 % gefördert (LANDSTADT BESTAND)
- Bürgerwerkstatt 07.07.2026 als echte Beteiligungschance
- Weitere offene Förderschienen (Städtebauförderung, LEADER)
- Konkrete Leerstandszahlen liegen hier nicht quellenbelegt vor
- Umsetzung erstreckt sich über mehrere Jahre und braucht kommunalen Eigenanteil
- Strukturwandel im Einzelhandel hält an (Kaufkraftabfluss, Online-Handel)
- Förderprogramme sind befristet und an Fristen gebunden
Anwendungsfälle
Eine Innenstadt-Maßnahme priorisieren und zur Förderung anmelden
Greift auf ein beschlossenes Handlungsfeld und einen laufenden, geförderten Planungsprozess zurück.
Sich am Innenstadt-Prozess beteiligen
Termin und Ort der Bürgerwerkstatt sind belegt verlinkt; jede Maßnahme ist zur amtlichen Quelle nachvollziehbar.
Verstehen, welche Vorhaben das eigene Umfeld betreffen
Sieht Handlungsfeld 06, das Projektgebiet und die offenen Förderwege an einer Stelle.
Andere Städte & Programme
Solingen
Die stadtnahe digitale Plattform 'Solingen liefert' macht lokale Händler, Gastronomie und Dienstleister sichtbar und online auffindbar — laut Plattform aktuell über 566 Betriebe in 32 Kategorien; ein Ansatz, der dem Innenstadt-Leerstand digitale Sichtbarkeit entgegensetzt.
Quelle öffnenBamberg
Bamberg entwickelte seine Smart-City-Strategie als bundesgefördertes Modellprojekt gemeinsam mit der Stadtgesellschaft — laut Veröffentlichung gehen mehr als die Hälfte der Teilprojekte auf Bürgerideen zurück; ein Beispiel für einen Bottom-up-Beteiligungsweg.
Quelle öffnen
Wirtschaftlichkeit & Szenarien
Die Planungsverfahren im Modellprojekt LANDSTADT BESTAND fördert der Freistaat mit bis zu 80 % der förderfähigen Gesamtkosten (Quelle: landstadt.bayern.de). Für die anschließende Umsetzung kommen die Bayerische Städtebauförderung und ggf. LEADER in Frage. Den kommunalen Eigenanteil sowie konkrete Summen nennt dieses Briefing erst, wenn sie aus einem Förderbescheid belegbar sind — bis dahin bleiben sie bewusst offen.
Positionierung
Pegnitz positioniert seine Innenstadt-Entwicklung planerisch fundiert und förderfähig: verankert im beschlossenen ISEK 2030 und getragen vom Modellprojekt LANDSTADT BESTAND — nicht reaktiv, sondern entlang eines beschlossenen Konzepts und eines geförderten Verfahrens.
Kommunikation
Transparenz ist die Kommunikation: Jeder Schritt — Bürgerwerkstatt, Planungsstand, beantragte und bewilligte Förderung — wird mit Quelle sichtbar gemacht, damit Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, was für die Innenstadt geplant ist und wofür Mittel fließen.
Risiken
- Förderfristen können verstreichen, bevor eine Maßnahme antragsreif ist.
- Ohne Priorisierung verteilt sich der Aufwand auf zu viele Vorhaben gleichzeitig.
- Belastbare Leerstandsdaten fehlen hier — eine fundierte Steuerung braucht eine quellenbelegte Bestandsaufnahme.
Wie Ziggy OS hilft
Ziggy OS hält das ISEK-Handlungsfeld 06, die einzelnen Innenstadt-Maßnahmen und das Modellprojekt LANDSTADT BESTAND als verknüpfte, quellenbelegte Knoten in der Stadt-INTELLIGENCE. So bleibt nachvollziehbar, welche Maßnahme zu welchem Handlungsfeld gehört, welche Förderschiene daneben steht und worauf sich jede Aussage belegt stützt.
Wie pegnitz.city hilft
pegnitz.city macht das Thema lesbar: Es verlinkt jede Maßnahme und jeden Termin zurück zur amtlichen Quelle, zeigt den Beschluss- und Verfahrensstand und stellt die offenen Förderwege neben die Maßnahmen. Es informiert neutral — die Auswahl und der Beschluss bleiben beim Stadtrat, die Beteiligung bei den Bürgerinnen und Bürgern.
Was es für die Menschen bringt
Eine belebte Innenstadt heißt im Alltag: kurze Wege, Geschäfte und Gastronomie vor Ort, ein Treffpunkt statt Leerstand. Dieses Briefing macht sichtbar, welche Schritte beschlossen sind (Handlungsfeld 06, LANDSTADT BESTAND), wo man mitreden kann (Bürgerwerkstatt 07.07.2026) und welche Förderwege offenstehen — und was noch Entscheidung und Beleg braucht.
Quellen
- Stadt Pegnitz — ISEK Stadtentwicklung
- ISEK Teil D — Maßnahmenbeschreibungen (PDF)
- Stadt Pegnitz — Modellprojekt LANDSTADT BESTAND (Projektgebiet, Bürgerwerkstatt 07.07.2026)
- StMB — LANDSTADT BESTAND Projektaufruf 2025–2027 (11 Modellgemeinden, bis zu 80 % Förderung)
- StMB — Städtebauförderung in Bayern (Förderprogramme)
- Nordbayerischer Kurier — Stadtentwicklungskonzept im Stadtrat (Innenstadt-Ideen, Vorlage von der Tagesordnung)